Die Zeitschrift Axios berichtete am Freitagmorgen, dem 26. Januar, unter Berufung auf einen israelischen Beamten und eine informierte Quelle, dass David Barnea, der Leiter des israelischen Auslandsgeheimdienstes (Mossad), in die Vereinigten Staaten gereist ist, um über die Entwicklungen im Iran zu beraten.
Laut Axios findet diese Reise im Rahmen der Beratungen zwischen den USA und Israel über den revolutionären Aufstand der Iraner und mögliche militärische Maßnahmen Washingtons als Reaktion auf die Unterdrückung der Demonstranten im Iran statt. Es wird erwartet, dass Barnea in Miami mit Steve Wittekopf, dem Gesandten des Weißen Hauses, der den direkten Kommunikationskanal zwischen den USA und dem Iran verwaltet, zusammentrifft. Wittekopf war während der Proteste in Kontakt mit Abbas Araqchi, dem Außenminister des Iran.
Diese Reise erfolgt nach einem Telefonat zwischen Donald Trump und Benjamin Netanjahu über die Iran-Krise. In diesem Gespräch hatte Netanjahu gefordert, militärische Maßnahmen der USA zu verschieben, um Israel auf eine mögliche Reaktion des Iran vorzubereiten.
Nach der Bekundung der Unterstützung von Donald Trump für den nationalen Aufstand der Iraner haben amerikanische Beamte betont, dass militärische Maßnahmen für das Weiße Haus weiterhin auf dem Tisch liegen. Gleichzeitig wird die militärische Präsenz der USA in der Region weiter verstärkt.

